← Saint-Émilion – das mittelalterliche Weinbauerndorf am rechten Ufer nahe Bordeaux, mit seinen Merlot-Weinbergen, der monolithischen Kirche und den Kalkstein-Kellern – das erste UNESCO-Weltkulturerbe unter den Weinbaugebieten der Welt. Saint-Émilion-Reiseführer

WANN REISEN

Die beste Zeit für einen Besuch in Saint-Émilion

Grüne Reben im Frühling, Erntestimmung, goldener Herbst oder ruhiger Winter – die Jahreszeiten im Bordeaux-Weinland.

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Frühling: Die Reben erwachen

Von April bis Juni treiben die Weinberge aus und färben sich frischgrün, das Wetter ist mild und angenehm für Spaziergänge durch Dorf und Plateau, und die Menschenmassen haben den Sommerhöhepunkt noch nicht erreicht. Es ist eine der schönsten Zeiten für einen Besuch – die Weingüter sind geöffnet, die Erkundung ist komfortabel, und die Reben sind nach dem Winter sichtbar lebendig. Eine sanfte, landschaftlich reizvolle Saison und eine hervorragende Wahl für einen ersten Saint-Émilion-Tag.

Sommer: warm und belebt

Juli und August bringen das wärmste Wetter, die Reben in voller Blattpracht und lange Sonnentage – und die größten Menschenmassen, besonders im Dorf zur Mittagszeit. Wein und Kulisse sind am einladendsten, aber die Kleingruppen-Touren sind schnell ausgebucht, also buchen Sie im Voraus und erwägen Sie eine Abfahrt am frühen Morgen oder Nachmittag, um Hitze und Gedränge zu entgehen. Der Sommer ist Saint-Émilion in Hochform: herrlich und entsprechend belebt.

Ernte: Die Reben in voller Arbeit

Die Weinlese — les vendanges — fällt in der Regel in den September, auch wenn sich der genaue Zeitpunkt jedes Jahr mit dem Wetter verschiebt. Es ist die stimmungsvollste Zeit für einen Besuch: Die Weingüter sind in voller Erntearbeit, die Keller arbeiten auf Hochtouren, und über der gesamten Region liegt eine besondere Energie. Führungen sind in dieser Zeit sehr gefragt, also buchen Sie frühzeitig, wenn Sie die Weinberge in Aktion erleben möchten. Für viele Weinliebhaber ist die Lese die Jahreszeit, um die eine Reise geplant wird.

Herbst und Winter: Farbe und Ruhe

Im Oktober färben sich die Reben nach der Lese gold und rot, das Licht wird weicher, die Besucherströme dünner aus — wohl die schönste und ruhigste Zeit für einen Besuch. Der Winter ist die stillste Zeit: Die Reben liegen kahl, das Dorf ist beschaulich, doch die Führungen finden weiterhin statt, und die Keller bleiben das ganze Jahr über auf derselben kühlen Temperatur — Wein und unterirdisches Dorf sind also weiterhin zu erleben. Wer Farbe und Ruhe zugleich sucht, kommt im Oktober; wer völlige Abgeschiedenheit möchte, im Winter.

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